Der Schulhund an der Grundschule Rottendorf

 

 

Ein Schulhund ist ein speziell für die Schule ausgebildeter Hund, der gemeinsam mit seinem Besitzer (der Lehrkraft) eine Schulhundausbildung absolviert hat und mit diesem in der Schule eingesetzt wird.

Der Schulhund

Seit Beginn des Schuljahres 2019/2020 ist die Grundschule Rottendorf um zwei tierischen Kollegen reicher. Die Nova Scotia Duck Tolling Retriever Hündin Arya und die Golden Retriever Hündin Josefine unterstützen die Rektorin Andrea Böhm, die gleichzeitig ihr Frauchen ist, beim Unterricht in den Klassen. Zu diesem Zweck absolvierten Arya und Josefine gemeinsam mir ihr eine Ausbildung zum Schulhund. Daneben ist Arya ein ausgebildeter Rettungshund in der Flächensuche und Josefine wird als Personenspürhund ausgebildet.

Was ist eigentlich ein Schulhund?

Ein Schulhund ist ein ganz normaler Hund, der nicht etwa in der Schule lebt, sondern sein Zuhause bei seinem Besitzer hat, wie Arya und Josefine bei Familie Böhm. An manchen Tagen der Woche begleitet einer der Schulhunde Frau Böhm in die Schule, wo aber keiner der Hunde alleine unterwegs ist, sondern immer in Begleitung.

Um in einer Schule im Umgang mit Kindern eingesetzt werden zu können, sollte ein Hund gewisse charakterliche Voraussetzungen mitbringen:

  • sehr guter Grundgehorsam
  • sehr gute Sozialisierung
  • ruhiges, ausgeglichenes und freundliches Wesen
  • keine Aggression
  • nicht bellfreudig
  • zieht sich bei einem höheren Stresspegel zurück, statt offensiv zu werden

Warum ein Schulhund?

Es wurde wissenschaftlich festgestellt, dass ein solcher Schulhund die Schülerinnen und Schüler positiv beeinflusst. Schüchterne Kinder werden entspannter und aufgeschlossener, aufgeregte deutlich ruhiger. Diese positiven Einflüsse, die aus dem Umgang mit Tieren resultieren, werden in Schulen und Kindereinrichtungen mittlerweile vermehrt pädagogisch eingesetzt. Die Entwicklung der Kinder in sozialer, emotionaler, physischer und psychischer Hinsicht wird dabei gezielt unterstützt!

Der Hund im Unterricht

Während des „normalen“ Unterrichtes ist der Schulhund einfach anwesend. Er bewegt sich frei im Klassenzimmer oder entspannt sich auf seiner Hundedecke. Wenn er sich in der Nähe aufhält, darf er gestreichelt werden. Zudem wird ein Schulhund durch verschiedene Spiele und Aufgaben positiv und auflockernd in den Unterricht eingebunden.

Um eine möglichst schöne und angenehme Umgebung für den Hund zu schaffen, müssen alle Kinder besonders ruhig sein.