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12.04.2017

Interkommunales Mobilitätskonzept

Gemeinsam für mehr Radverkehr

Die Gemeinden Gerbrunn, Randersacker, Rottendorf und Theilheim vereinbaren gemeinsam mit der Stadt Würzburg den Ausbau eines interkommunalen Mobilitätsnetzes – neue Verbindungen zur LGS 2018 – Pendler und Tourismus im Fokus

Ende März 2017 unterzeichneten die Bürgermeister Oliver Liedtke, Roland Schmitt, Hubert Henig und Stefan Wolfshörndl sowie Oberbürgermeister Christian Schuchardt eine Kooperationsvereinbarung und gaben so den Startschuss für die Umsetzung eines interkommunalen Mobilitätskonzeptes. Das Konzept wurde seit 2015 gemeinsam erarbeitet. Wichtige Zielsetzungen sind die Schaffung einer Infrastruktur für die Nutzung von elektrisch unterstützten Fahrrädern (Pedelecs) und der Ausbau von Verknüpfungspunkten, die unterschiedliche Mobilitätsangebote, wie Carsharing-Fahrzeuge , ÖPNV-Haltepunkte und Lademöglichkeiten für Pedelecs miteinander verbinden.

Für die Umsetzung des Konzeptes stellt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aus Mitteln der nationalen Klimaschutzinitiative („Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr“) den vier beteiligten Gemeinden und der Stadt Würzburg nun rund 1,5 Millionen € zur Verfügung. Damit können die erforderlichen Investitionen zu etwa 70 % übernommen werden. Den Fördermittelgeber überzeugte vor allem die vorbildliche interkommunale Abstimmung eines Mobilitätskonzeptes, welches auf die Förderung des Radverkehrs und eine Minderung der verkehrsbedingten Belastungen (CO2, Schadstoffe, Lärm) abzielt.

Hauptbestandteil des Mobilitätsnetzes sind neue Rad- und Pedelec-Routen, welche die Stadt Würzburg und die Umlandgemeinden verbinden. Die neuen Fahrradwege im weiteren Umfeld des LGS 2018-Geländes werden die Erreichbarkeit der Landesgartenschau deutlich verbessern sowie weitere touristische Sehenswürdigkeiten im Umland nachhaltig „erfahrbar“ machen. Positive Impulse erhalten aber nicht nur Freizeitverkehr und Tourismus. Die Umsetzung des Mobilitätskonzeptes soll es auch Pendlern erleichtern, auf die Verkehrsmittel des Umweltverbundes umzusteigen.

Die baulichen Maßnahmen werden bis Mitte 2018 abgeschlossen sein. Ergänzend werden zudem Beleuchtung, Wegweisung und Information verbessert bzw. einheitlich gestaltet.

Wie bereits die Konzeptentwicklung, so soll auch die Umsetzung gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern von Stadt und Landkreis erfolgen. Hierzu finden bis Herbst 2017 unter anderem zwei größere Veranstaltungen statt, in denen der aktuelle Stand vorgestellt und das weitere Vorgehen diskutiert werden.