Bebauungsplan

Sehr geehrte Bauplatzinteressentin, sehr geehrter Bauplatzinteressent,

zunächst vielen Dank für Ihr Interesse an einem Bauplatz in der Gemeinde Rottendorf. Zum Bebauungsplan „Am Sand West“ geben wir Ihnen den nachfolgenden Sachstandsbericht Januar 2020.

Aktuelle Bekanntmachung des Satzungsbeschlusses (Inkrafttreten)

Zusammenfassende Erklärung

Begründung zum Bebauungsplan

Zeichnerische Festsetzungen

Externe Ausgleichsflächen

Textliche Festsetzungen

Sachstandsbericht zum Bebauungsplan „Am Sand West“

Verfahrensstand Bebauungsplan:

Der Bebauungsplan regelt die späteren Bebauungsmöglichkeiten für die einzelnen Grundstücke. Das Verfahren für die Aufstellung eines solchen Bebauungsplanes ist im Baugesetzbuch geregelt.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 25. Juli 2019 den Satzungsbeschluss gefasst und den Bebauungsplan mit seinen Anlagen am 31. Juli 2019 öffentlich bekanntgemacht. Mit dieser Bekanntmachung ist der Bebauungsplan in Kraft getreten. Das Aufstellungsverfahren ist damit abgeschlossen.

Feldhamster:

Als Ausgleich für den im Baugebiet „Am Sand“ wegfallenden Lebensraum des streng geschützten Feldhamsters muss die Gemeinde Rottendorf auf einer Fläche von 70.000 m² durch entsprechende Bewirtschaftung (sog. „3-Streifen Modell“) feldhamsterfreundliche Bedingungen als Ausgleich für das Baugebiet schaffen. Diese Ausgleichsflächen konnten in der Flurlage „Speierleinsgraben“ durch entsprechende Verträge gesichert und die Bewirtschaftung geregelt werden.

Nach Erteilung der artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung durch die Regierung von Unterfranken zur Umsiedlung der Feldhamster auf die Ausgleichsflächen wurde Mitte August 2019 mit dem Fang der Tiere begonnen und die Umsiedlungsaktion in der letzten Augustwoche abgeschlossen. Um zu verhindern, dass sich weitere Feldhamster im Baugebiet ansiedeln, wird auf der gesamten Fläche des Baugebietes eine sog. „Schwarzbrache“ hergestellt und bis zum Beginn der Erschließungsarbeiten aufrechterhalten. Dazu werden die Böden so bearbeitet, dass die Tiere weder Deckung noch Nahrung finden.

Die Bauarbeiten für die Erschließung werden dann voraussichtlich im Süden von der Kreisstraße WÜ 28 her beginnen und sukzessive nach Norden weitergeführt.

Baulandumlegung:

Der Abschluss des Bebauungsplanverfahrens ist auch die Voraussetzung für die Aufstellung des Umlegungs-planes und damit den Abschluss des Baulandumlegungsverfahrens. In diesem Verfahren werden aus den landwirtschaftlich genutzten Grundstücken die im Bebauungsplan vorgesehenen Bauplätze sowie öffentlichen Straßen und Grünflächen gebildet. Einen konkreten Zeitpunkt für den Abschluss dieses Verfahrens können wir noch nicht benennen, gehen aber davon aus, dass dies im Sommer 2020 erfolgen kann.

Voraussetzung für den Abschluss des Verfahrens ist allerdings, dass alle Kostenerstattungsverträge mit Bayerngrund als Erschließungsträger abgeschlossen sind. Nach heutiger Planung sind 24 Reihenhaus-grundstücke, 6 große Grundstücke für Geschosswohnungsbau und 178 Grundstücke für individuellen Wohnungsbau vorgesehen. Auf ca. 120 Grundstücken für den individuellen Wohnungsbau wird es auch möglich sein, Doppelhäuser zu errichten.

Verkaufsbedingungen und Grundstückspreis:

Der Gemeinderat wird sich in diesem Frühjahr mit den Vergabekriterien auseinandersetzen. Grundstückspreise können erst endgültig festgelegt werden, wenn die Höhe der Erschließungskosten bekannt ist. Selbstverständlich wird der Beginn der Grundstücksverkäufe öffentlich bekanntgemacht.

Erschließung:

Wie oben bereits ausgeführt, wird die Gemeinde erst mit der Zuteilung der Bauplätze Eigentümerin der öffentlichen Flächen (Straßen, Wege, Plätze, Grünanlagen). Mit den Erschließungsarbeiten kann deswegen auch erst nach Abschluss des Umlegungsverfahrens begonnen werden. Voraussichtlich wird dies im Frühjahr 2020 der Fall sein.

Aktuell werden jedoch im Vorgriff bereits Rodungsarbeiten und die Untersuchung des gesamten Gebietes auf Kampfmittelfreiheit durch eine Fachfirma durchgeführt.


Mit freundlichen Grüßen

Roland Schmitt, 1. Bürgermeister